Weben ordnet das Leben. Verfasser unbekannt

 

Die Kunst hat das Handwerk nötiger als das Handwerk die Kunst. Franz Kafka

 

Weben ist Leben, Leben hat viele Farben und Formen.

Phantasie geht spazieren, um das zu realisieren, was in Kopf und Herz, in vielen Gesprächen, sich zu einem Gebilde formt.

 

In einer Zeit, wo Textiles nicht mehr die Achtung erhält, die es benötigt, um als Wert wahrgenommen zu werden, setzt JEN ars texendi mit seiner textilen Kunst ein Zeichen, daß Stoff aus seiner mißachteten Ecke wieder zu neuer Lebendigkeit und Aufmerksamkeit erwächst.

 

Bindung, Verbindung, Verbundenheit, Weben ist diejenige Kunst die die Vielfältigkeit der Lebensmuster zum Ausdruck bringt. Aus der Vereinzelung raus in die Verbindung, ins Weben des großen Lebensnetzes.

 

Die Verbindung von Kette und Schuß lassen

  • überhaupt erst Bindung zu und
  • entstehen Gemälde, die ihres Gleichen suchen.

Die verschiedenen, sehr vielfältigen Bindungsmuster, tun ihr übriges, um dem Werk zum Ausdruck zu verhelfen.

 

Unser Leben braucht eine gewisse Haltbarkeit, Beständigkeit und die Flexibilität und relative Vergänglichkeit des Stoffes, um nicht zu erstarren, Leben immer wieder neu, im Hier und Jetzt und Heute, zu begreifen.

 

Die Vielfältigkeit der unterschiedlich Materialien, ob glatt oder mit Effekten, läßt beim Arbeiten Neues entstehen, was in der Theorie so noch nicht vorstellbar war.

 

Stoff aus dem die Träume sind – alle brauchen ihn.

 

Der Einsatz von Gewebe ist vielfältig – branchenübergreifend und weltweit-

Moltongewebe, Dekogewebe, Gewebe für Keilriemen, Hagelschutznetze, Berufsbekleidung, Heimtextilien, Markisen, Marktschirme, Insektenschutz, zum Verpacken, zum Kleiden, zum Verschönen und Schmücken, als Kunst, zur Freude... .

 

In den 50ziger Jahren erreicht Anni Albers – Bauhausweberin – durch ihre Arbeit in den USA die Anerkennung der Weberei als eine Form der Schönen Künste.

 

Die Handweberei wieder ins öffentliche Bewußtsein zu rücken, anzuregen diese wieder als probates Mittel des Ausdruckes von Kunst zu sehen, ist die Hauptaufgabe von JEN ars texendi.